Turniersport
Turniertanz ist einer der vielen
Sparten des Tanzsports, die in unserem Verein eine große Rolle spielt.
Unter den Verlinkungen können
Sie sich ein Bild über unseren Turniersportangebot machen. Hier lernen Sie
unsere Trainer, Turnierpaare der Latein- und Standardsektion, sowie unsere
Lateinformation kennen.
Vielleicht möchten Sie sich
auch mal am Turniersport versuchen? Sie sind jederzeit rechtherzlich zu einem
Schnuppertraining eingeladen.
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Fortlaufender Lateinworkshop für Voll- und Formationsmitglieder mit Sebastian
Dombrowsky!
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Die Turniertänze auf einen Blick
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Latein-amerikanischen
Tänze |
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Samba
(2/4-Takt, 50-52 Takte p. Min., Metronom 100-104)
Die Samba stammt in ihrer stationären Grundform aus Brasilien bzw. aus
uralten Kreistänzen der Bantu-Neger und wurde in Europa zum
variationsreichen Turniertanz entwickelt. In Wiegeschritten und
Voltadrehungen, Rollen und Promenadenläufen bewegen sich die Paare
wellenförmig durch den Raum. Während die Wellenbewegung früher aus einem
Erheben im Bein (Bounce) entstand, wird sie heute mehr durch die
Bauchmuskulatur erzeugt.
Cha-Cha-Cha
(4/4-Takt, 30-32 Takte p. Min., Metronom 120-128)
Der Cha-Cha-Cha stammt aus Kuba. Er wurde von Enrique Jorrin (u.a.) aus
dem Mambo entwickelt und 1957 von Gerd und Traute Hädrich nach
Deutschland importiert. Der Cha-Cha hat viele Elemente aus anderen
Tänzen in sich aufgenommen, besonders aus Jazz, Beat und Disco. Seinen
Grundcharakter, der ihn bei allen Altersstufen zum beliebtesten
Lateintanz machte, hat er dabei nicht verloren: Im Cha-Cha kommen
übermütige Ausgelassenheit und koketter Flirt zum Ausdruck.
Rumba
(4/4-Takt, 25-27 Takte p. Min., Metronom 100-108)
Die Rumba stammt aus dem Mambo-Bolero und ist mit der Habanera verwandt.
Sie ist ein afrokubanischer Werbungstanz: Die Dame schwankt zwischen
Hingabe und Flucht und der Herr zwischen "Zu-neigung" und "Selbst-herrlichkeit".
In Deutschland wurde die Rumba 1932 ins Turnierprogramm aufgenommen. Sie
ist der Klassiker unter den Lateintänzen, erfordert Ausdruckskraft und
Sparsamkeit der Mittel.
Paso Doble
(2/4-Takt, 60-62 Takte p. Min., Metronom 120-124)
Der Paso Doble ist eine in Spanien und Frankreich entwickelte
Darstellung des Stierkampfs mit Einschluß von Flamenco-Elementen. Die
Dame stellt nicht den Stier dar, sondern das rote Tuch des Toreros, Herr
und Dame bewegen sich also gemeinsam um einen imaginären Stier. Die
Musik ein spanischer Marschtanz, besteht aus einer Einleitung und zwei
Hauptteilen mit genau festgelegten Höhepunkten, nach denen sich die
Choreographie richtet. Der Tanz erfordert große Präzision und einen
durchgehaltenen starken Muskeltonus.
Jive
(4/4-Takt, 42-44 Takte p. Min., Metronom 168-176)
Der Jive wurde als "Jitterbug" und "Boogie-Woogie" (später auch "Behop")
um 1940 von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht, in England zum
Jive entwickelt und schließlich in das Turnierprogramm der Lateintänze
aufgenommen (Profis national 1968, Amateure national 73, international
76). Mit ihrer Off-Beat-Betonung auf "zwei" und "vier" verrät die Musik
ihren afrikanischen Ursprung. Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum
Ausdruck. Er war der "Tobetanz" der Vor-Beat-Generation, aus dem sich
auch der akrobatisch-athletische Rock 'n' Roll entwickelt hat. |
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Standard Tänze |
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Slowfox
Der Slowfox wird in weiträumigen, fortlaufend fließenden, wellenartigen
Gehbewegungen getanzt. Mit ungezwungener Eleganz werden lang gestreckte
Schwünge getanzt. Der Tanz verzaubert durch schnelle Drehungen und
überraschende Posen.
Der Slowfox ist ein leichter und zugleich sehr schwerer Tanz. Er beruht
auf den natürlichen Gehbewegungen. Der Fuß kann einfach dorthin gesetzt
werden wo das Gesicht hin möchte.
Der Tänzer ist immer bemüht, den Slowfox interessant zu präsentieren um
ihn nicht langweilig erscheinen zu lassen. Im Slowfox sind die Schritte
in etwa gleich lang.
Der Tanz muß sehr stark musikalisch interpretiert und räumlich
ausgedehnt getanzt werden. Aus der wellenförmigen Bewegung darf kein auf
und ab wie bei einer Berg- und Talbahn entstehen. Er wird im 4/4-Takt
getanzt.
Der Slowfox ist der schwierigste der Standardtänze.
Wiener Walzer
Der Wiener Walzer ist der älteste und traditionsreichste
Gesellschaftstanz. Er wird in schnellen, gleichmäßigen, fließenden,
raumgreifenden Schritten getanzt. Das Paar bewegt sich in kreisenden
Wogen über die Tanzfläche.
Der Wiener Walzer ist ein Tanz mit starken Höhen und Tiefen. Das Erheben
und Senken verläuft immer harmonisch, niemals plump. Auch das
Schwungholen ist wichtig. Die Drehungen entstehen ganz natürlich aus den
vorhergehenden, ohne ruckartig oder künstlich zu erschienen. Die
Übergänge sind weich und fortlaufend zu tanzen. Mit Hilfe der
Körperneigung kann der Tänzer die Balance halten und den Drehschwung
kontrollieren.
Wichtig beim Wiener Walzer ist die starke Seitwärtsbewegung und das
präzise Schließen der Füße. Er wird im 3/4-Takt getanzt.
Trotz seiner hohen Geschwindigkeit strahlt der Tanz eine kaiserliche
Eleganz aus.
Langsamer Walzer
Der Langsame Walzer wird in langsamen und gleichmäßig schwingenden,
raumgreifenden Drehbewegungen getanzt. Dabei schwingt das Paar wie ein
Pendel von Höhepunkt zu Höhepunkt. Das Erheben und Senken verläuft stets
harmonisch.
Die musikalische Betonung des ersten Taktschlages ist zeitgleich mit der
größten Kraft des neuen Schwunges. Die Drehungen entstehen ganz
natürlich aus den vorhergehenden, ohne ruckartig oder künstlich zu
erschienen. Die Übergänge sind weich und fortlaufend zu tanzen.
Wichtig beim Langsamen Walzer ist die Körperneigung und das Schließen
der Füße. Dieser Tanz wird weltweit gleich getanzt und unterrichtet. Er
wird im 3/4-Takt getanzt.
Der Langsame Walzer gehört mit seinen fließenden, schönen, runden und
weichen Bewegungen zu den schönsten Tänzen überhaupt. Er gilt als der
harmonischste der Standardtänze.
Qickstep
Der Quickstep ist ein heiterer, spritziger und lebendiger Tanz. Er
wird in sehr schnellen, kontrolliert fließenden Laufbewegungen getanzt.
Die dynamischen Schritte, das rasante Tempo, der ständige Wechsel von "slow"
und "quick" Schritten, das Heben und Senken verleihen dem Tanz seine
eigenwillige Mischung.
Der Quickstep wird in einer fast fliegenden Leichtigkeit getanzt. Er
symbolisiert auch eine überschäumende Lebensfreude. Wie Sektperlen
schwirren die Paare über die Tanzfläche.
Aufgrund des hohen Tempos ist eine saubere Fußtechnik sehr wichtig. Der
Oberkörper ist ruhig, damit der Tanz nicht gerannt, gehüpft oder gehetzt
aussieht. Die Gegenbewegungen entstehen ganz natürlich aus den
vorhergegangenen Bewegungen ohne ruckartig oder künstlich zu wirken. Er
wird im 4/4-Takt getanzt.
Der Quickstep ist der fröhlichste und spritzigste der Standardtänze.
Tango
Der Tango wird in schnellen, abrupt gebremsten, kraftvollen
Gehbewegungen getanzt. Sie wechseln sich mit leidenschaftlicher Dynamik
und gespannten Pausen ab. Zärtliches Streicheln, rasantes Hakeln, Nähe
und Distanz sowie ein improvisiertes Spiel der Beine sind typisch für
den Tango.
Dieser Tanz symbolisiert Verheißung und Illusion, Liebe und Hass,
Enttäuschung und Melancholie, Freude und Hass. Der Tango ist ein sehr
leidenschaftlich und wird eng umschlungen getanzt. Die Paare schleichen
über die Tanzfläche, überraschen mit ruckartigen Körper- sowie knappen
und schnellen Kopfbewegungen.
Im Tango gibt es weder Heben noch Senken. Die Knie sind leicht gebeugt
und es wird über die Ferse abgerollt. Die geschlossenen Füße stehen
leicht versetzt zueinander. Er wird im 2/4-Takt getanzt.
Der Tango gilt als der erotische Tanz unter den Standardtänzen.
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